Feuerwehrkommandanten tagen - Günter Lambert als Schiedsrichter verabschiedet

 

Weilbach-Weckbach. Bei der Herbstdienstversammlung der Feuerwehrkommandanten und Stellvertreter im Bereich der Kreisbrandinspektion Süd im Dorfgemeinschaftshaus in Weckbach ist am Freitag der langjährige Schiedsrichter und Kommandant der Feuerwehr Schneeberg, Günter Lambert, nach Erreichen der Altersgrenze verabschiedet worden.

Kreisbrandinspektor Hauke Muders (Miltenberg) würdigte Lamberts langjährige Arbeit als Schiedsrichter bei den Abnahmen der Leistungsprüfungen und überreichte ihm als Dankeschön einen Urlaub im Feuerwehrerholungsheim in Bayrisch Gmain.

Stellvertretender Bürgermeister Bernd Pfaff ging in seinem Grußwort auch auf die Situation in der Gemeinde Weilbach ein, die drei Feuerwehren zu unterhalten hat. Dabei seien die Wünsche der Feuerwehren nicht immer mit dem Machbaren in Einklang zu bringen. Die Gemeinde bemühe sich aber, allen einigermaßen gerecht zu werden.

Im Bericht über das abgelaufene Jahr ging Kreisbrandinspektor Hauke Muders ganz besonders auf die Problematik der Supermarktbauten mit Nagelplattenbindern im Dachbereich ein. Hier müsse sich jeder Feuerwehrmann und jeder verantwortliche Einsatzleiter über die im Brandfall herrschenden Gefahren im Klaren sein. Muders sprach auch die rückläufigen Zahlen bei den Leistungsprüfungen der Aktiven und der Jugend an. Hier müsse von den Kommandanten mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden, um die Teilnehmerzahlen bei den Leistungsprüfungen wieder zu erhöhen.

Auch die Rückmeldungen zu den Lehrgängen liefen eher schleppend, so Muders. Für den Grundlehrgang in Amorbach seien noch Plätze frei, Interessenten sollten sich umgehend bei ihm anmelden. Für den im Frühjahr 2008 in Miltenberg geplanten Grundlehrgang gebe es noch zahlreiche Plätze. Muders bat die Kommandanten, ihren Personalstand dahin gehend zu überprüfen, ob noch Teilnehmer für den Grundlehrgang vorhanden sind.

Bezirkskaminkehrermeister Erwin Friedrich (Richelbach) ging in seinem Fachvortrag auf die wieder vermehrt auftretenden Kaminbrände und deren wirksame Bekämpfung ein. Über personelle Veränderungen im Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt Miltenberg sprach Reinhold Koch, Sachgebietsleiter in der Miltenberger Behörde. Auch der weitere Fortgang bei der Errichtung einer Integrierten Leitstelle für die Landkreise Miltenberg, Aschaffenburg und die Stadt Aschaffenburg war Thema.

Kreisbrandrat Karlheinz Brunner (Miltenberg) sprach eine Fülle von Themen an, so zum Beispiel die Alarmierung von Feuerwehren nach dem Alarmplan für Verkehrswege, die Problematik im Funkverkehr an (illegaler Betrieb einer Relaisstelle und eines Alarmumsetzers im Landkreis), die Funkdisziplin bei Feuerwehreinsätzen und im Funkverkehr allgemein. Weitere Themen waren die Pflege von Atemschutzgeräten sowie Informationen zur »Abschlepprichtlinie Bayern«. Brunner bat dringend darum, diese unbedingt zu beachten.

Weiter kritisierte Brunner die Vorgehensweise einer Feuerwehr, die in einem konkreten Fall als Verein Tätigkeiten für einen dritten in der Nachbargemeinde wahrgenommen habe, ohne die örtlich zuständige Feuerwehr vorher zu kontaktieren. Dies sei schlechter Stil und sollte in Zukunft so nicht mehr vorkommen. red