Mitglieder der Feuerwehr Schneeberg in der Generalversammlung ausgezeichnet

Auf ein Jahr mit wenigen Einsätzen hat Kommandant Günter Lambert am Freitag bei der Generalversammlung der Schneeberger Feuerwehr im Gasthaus »Hellas« verwiesen.

In seinem Jahresrückblick berichtete Günter Lambert von drei Brandeinsätzen und sieben technischen Hilfeleistungen und Sicherheitswachen. Neun Übungen wurden abgehalten, wobei er die Schlussübung mit der Rot-Kreuz-Bereitschaft herausstellte. Als Übungsobjekt hatte man das Dorfwiesenhaus ausgesucht. Auch habe man zahlreiche Feste besucht und an den kirchlichen Hochfesten teilgenommen.

Lambert würdigte das Engagement der Helfer des Spätsommerfestes, mit dem das 130-jährige Gründungsjubiläum gefeiert wurde. Mit dem Festverlauf, so Lambert, sei man sehr zufrieden gewesen, da auch viele Nachbarwehren gekommen seien und das Fest von der Schneeberger Bevölkerung gut angenommen worden sei. Den Truppführerlehrgang legten Bernhard Stumpf, Sonja Behrens, Silvia Hayn, Andreas Henn und Uwe Herkert ab.

Schriftführer Wolfgang Henn ließ die Aktivitäten Revue passieren und erwähnte unter anderem neun Vorstandssitzungen. Außerdem habe man an den Tischtennis-Ortsmeisterschaften teilgenommen und einen Grillnachmittag an der Siegfriedsquelle veranstaltet.

Einen positiven Kassenstand vermeldete Kassier Jörg Götzinger. Er gab einen detaillierten Kassenbericht. Den Einnahmen von 5143 Euro standen Ausgaben von 3963 Euro gegenüber. Kassenprüfer Diethard Henn bescheinigte eine vorbildliche Kassenführung.

Eine bessere Übungsbeteiligung der Jugendlichen mahnte der stellvertretende Jugendwart Ralf Blaser an und erwähnte 20 Übungen und Fortbildungen. Sechs Jugendliche stünden zurzeit in Ausbildung. Als Vertreter der Passiven berichtete Anton Hess von zwölf Treffen. Auch habe man wieder gemeinsam die Michaelismesse besucht und erstmalig ein Kesselfleischessen veranstaltet.

Anerkennende Worte fand Kommandant Günter Lambert für Raimund Loster, Friedbert Bauer und Josef Stühler, die seit 50 Jahren in der Wehr sind. Ebenso lobte er Ludwig Reinhard, Alfons Weingärtner und Adam Albert, die durch einstimmigen Beschluss der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Alle, so Lambert, hätten sich stets als äußerst aktive Wehrmänner gezeigt. Ob Einsätze, Übungen, kirchliche Feste - immer habe man auf sie zählen können.

Kreisbrandinspektor Hauke Muders ging auf die Veränderung im Feuerwehrwesen ein. Er betonte, dass die Arbeit bei der Feuerwehr und auch der anderen Hilfsorganisationen mit keiner anderen Vereinsarbeit zu vergleichen sei. Die Feuerwehrleute hätten bei den Ernstfällen Situationen mit höchster physischer sowie psychischer Belastung standzuhalten.

Wie wichtig die Feuerwehr ist, begriffen viele erst, wenn sie gebraucht werde. Hinsichtlich der Jugendarbeit regte er an, mit Nachbarfeuerwehren zusammenzuarbeiten. Im Auftrag des Innenministeriums zeichnete er Ulrich Mairon mit dem silbernen Ehrenzeichen aus und lobte ihn als äußerst engagierten Feuerwehrmann.

Bürgermeister Erich Kuhn überbrachte Grüße und Dank des Marktgemeinderates. Er freute sich, dass die Wehrmänner im vergangenen Jahr nur wenige Einsätze zu meistern hatten. Gut fand er, dass aktive Mannschaft, Jugend und Senioren so gut vertreten sind. Er richtete einen Appell an die Jugendlichen, weiter bei der Stange zu bleiben. Er gratulierte besonders Ulrich Mairon, der mit großer Einsatzfreude bei der Sache sei. th

Foto: Thomas Haas