Zum Geburtstag ein Löschfahrzeug

 

Feuerwehr Schneeberg: LF 20/16 betont Schwerpunkt auf Brandbekämpfung - Feier zum 135-jährigen Bestehen.

Gute Gründe zum Feiern hatte die Freiwillige Feuerwehr Schneeberg am Sonntag: Seit 135 Jahren gibt es die Löschgruppe, und mit viel Engagement sorgen die Einsatzkräfte für den Feuerschutz und die Gefahrenabwehr. Auch bei Hochwasser und technischen Hilfeleistungen sind sie für die Bürger im Einsatz.

Zum Geburtstag erhielt die Feuerwehr ein besonderes Geschenk: Die Gemeinde hat ein nagelneues Löschgruppenfahrzeug vom Typ 20/16 in Dienst gestellt. Bürgermeister Erich Kuhn übergab Kommandant Andreas Behrens den Fahrzeugschlüssel.
Kommandant Andreas Behrens ging in seinem Grußwort auf die schwierige Entscheidungsfindung für das neue Fahrzeug ein: Das bisherige Tanklöschfahrzeug TLF 16 hatte nach 37 Jahren ausgedient: Ständig standen Reparaturen an, Ersatzteile waren kaum noch zu bekommen, immer neue Mängel tauchten auf, die die Einsatzfähigkeit gefährdeten.
Zunächst hielt die Feuerwehr Ausschau nach einem Gebrauchtfahrzeug, berichtete Behrens. Hier war aber zu den angedachten Preisvorstellungen, nichts auf dem Markt zu bekommen, nicht zuletzt, weil interessante Gebrauchtfahrzeuge mit einem hohen finanziellen Aufwand hätten unterhalten werden müssen.
Schließlich rangen sich Feuerwehr-Vorstand und  Gemeinderat für eine Neuanschaffung durch. Da die umliegenden Gemeinden Amorbach, Kirchzell und Weilbach mit Einsatzmitteln für die technische Hilfeleistung ausgerüstet sind, legten die Schneeberger den Schwerpunkt für den Fahrzeugaufbau auf die Brand- und Wasserschadensbekämpfung.
Das imposante Fahrzeug von der Firma Magirus in Weisweil verfügt über einen dreitausend Liter Wassertank, einen Lichtmast mit Xenonscheinwerfern sowie zahlreichen Pumpen und einem Wassersauger. Ferner sind weitere nützliche Dinge untergebracht, die den Wehrmännern die Arbeit erleichtern. Durch die starke Motorleistung schafft es das Fahrzeug auch in kurzer Zeit in den Höhenortsteil Hambrunn.
Optimaler Schutz
Bürgermeister Erich Kuhn machte deutlich, dass nicht allein der Wille zum Helfen ausreicht, auch die Rahmenbedingungen mit technischem Gerät müssten stimmen. Mit dem neuen Fahrzeug schaffe man optimalen Schutz und Sicherheit für die Bevölkerung. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 220 000 Euro, wofür die Regierung von Unterfranken einen Zuschuss von 80 000 Euro gewährte. Der Beschluss des Gemeinderats sei die richtige Entscheidung zum richtigen Augenblick gewesen, so Kuhn. Bürgermeister und Kommandant dankten Christian Lambert, Ralf Blaser und Kreisbrandrat Meinrad Lebold für die Beratung, Hilfe und Organisation bei der Beschaffung und der europaweiten Ausschreibung, sowie an Andreas Stumpf, der die Beschriftung und das Gemeindewappen spendierte. Pfarrer Egon Hölzel segnete das neue Löschfahrzeug, für Begleitung sorgte die Schneeberger Musikkapelle unter Leitung von Berthold Blatz.
Das Fest zum 135-jährigen Bestehen hatte mit einem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt und einem Festzug begonnen. Neben Gastwehren aus den umliegenden Ortschaften waren auch Landrat Roland Schwing, Kreisbrandinspektor Hauke Muders und die Bürgermeister aus dem Amorbacher Raum gekommen. Beim Fest am Nachmittag spielte die Jugendkapelle zur Unterhaltung auf. tha